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Jodgabe nach Freisetzung von radioaktivem Jod 131

Wer soll Kalium-Jodid nach einem Atom-Unfall einnehmen und in welcher Dosierung?

Einmalige Einnahme von Kaliumjodid in den ersten Stunden nach einem radioaktiven Fallout zur Absättigung der Schilddrüse mit nicht radioaktivem Jod.

Dosierung:

Neugeborene bis zu einem Monat
12,5 mg
Kleinkinder vom ersten bis zum 36. Monat   25 mg
Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren 
  50 mg
Erwachsene von 19 bis 45 Jahren 100 mg

                              

Für die Altersgruppe über 45 Jahre liegt keine allgemeine Empfehlung zur Jodeinnahme vor. Es muss im Einzelfall das Risiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen (z. B. durch Jod ausgelöste thyreotoxische Krise oder Anaphylaxie bei Jodallergie) gegen das Strahlenrisiko durch Einatmen von radioaktivem Jod abgewogen werden.

Präparat:

Kalium jodatum (Kaliumjodid) 0,1 g 10 Tabletten, Fa. MERCK

Merke: Die üblichen L-Thyroxin-Tabletten zur Substitutionstherapie sind im Mikrogramm-Bereich dosiert und für die Strahlenprophylaxe unbrauchbar.
 

Literatur:

Ein sehr guter Artikel über die medizinischen und logistischen Fragen zur Jodprophylaxe findet sich hier:

Ist die Einnahme von Jod-Tabletten bei uns nach der Atom-Katastrophe in Japan nötig und sinnvoll?
(Link zur Website des Umweltinstitut München e.V. mit Fragen und Antworten zu Radioaktivität)

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